Der Wettbewerb für biobasierte Innovationen im Land Brandenburg

Zeigen, was Brandenburg kann

Nachwachsende Rohstoffe sind ein Schlüssel für eine klimafreundliche, ressourcenschonende und regionale Wirtschaft. In Brandenburg entstehen bereits heute innovative Produkte, Verfahren, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle, die biogene Rohstoffe nutzen, fossile Ressourcen ersetzen, Reststoffe in Wert setzen oder neue Wertschöpfungsketten im ländlichen Raum ermöglichen.

Mit dem Wettbewerb „NAWARO Brandenburg“ macht neuwerg diese Ideen sichtbar.

Gesucht werden Akteure aus Brandenburg, die mit nachwachsenden Rohstoffen in Verbindung mit Kreislaufwirtschaft oder nachhaltiger Produktion neue Wege gehen. Die Einreichung sollte innovativ sein und kann von der ersten Idee über eine marktnahe Lösung bis zur praktizierten Anwendung reichen.

Ziele des Wettbewerbs

Der Wettbewerb „NAWARO Brandenburg“ versteht sich als Bühne für zukunftsfähige Ideen und Anwendungen aus Brandenburg. Er soll innovative Akteure im Land Brandenburg sichtbar machen, vernetzen und stärken.

Im Mittelpunkt stehen innovative Lösungen, die

  • nachwachsende Rohstoffe oder biogene Reststoffe nutzen und fossile Ressourcen ersetzen,
  • Kreislaufwirtschaft, Ressourceneffizienz und nachhaltige Produktion voranbringen,
  • regionale Wertschöpfung und Kooperationen in Brandenburg stärken sowie
  • Produkte, Verfahren, Dienstleistungen oder Geschäftsmodelle entwickeln und erfolgreich in die Praxis bringen.

Was gibt es zu gewinnen?

Der Wettbewerb „NAWARO Brandenburg“ zeichnet die besten Einreichungen aus und bietet weit mehr als eine finanzielle Prämie. Im Mittelpunkt stehen Sichtbarkeit, Vernetzung und die Unterstützung bei der Weiterentwicklung innovativer Ideen. Es werden in zwei Kategorien jeweils drei Preise vergeben

Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten:

  • ein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro je Wettbewerbskategorie, verteilt auf den 1. Platz mit 2.500 Euro, den 2. Platz mit 1.500 Euro und den 3. Platz mit 1.000 Euro,
  • eine öffentliche Auszeichnung im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung mit begleitender Medien- und Öffentlichkeitsarbeit,
  • umfangreiche Sichtbarkeit durch ein Unternehmens-, Projekt- oder Innovationsporträt, ein digitales Preisträger-Label sowie die Präsentation über die Kommunikationskanäle von neuwerg,
  • sowie wertvolle Vernetzung und fachliche Unterstützung durch den Zugang zum Netzwerk von neuwerg.

Auch alle weiteren Bewerbungen profitieren von zusätzlicher Sichtbarkeit. Jede Einreichung erhält die Möglichkeit einer Kurzdarstellung auf der neuwerg-Webseite.


Einreichung und Wettbewerbskategorien

Der Wettbewerb ist bewusst offen angelegt, um möglichst allen Interessierten eine Teilnahme zu ermöglichen. Die Einreichung kann beispielsweise ein Prototyp, ein Produkt, ein Verfahren, eine Dienstleistung, ein Geschäftsmodell, eine Pilotanwendung oder eine Konzeptinnovation sein. Die Einreichung sollte den innovativen Beitrag der Nutzung nachwachsender Rohstoffe in Verbindung mit Kreislaufwirtschaft oder nachhaltiger Produktion deutlich zeigen. Die Einordnung in die beiden Wettbewerbskategorien erfolgt nach dem Entwicklungsstand der Einreichung. Die genannten Beispiele sind nicht abschließend. Bei Unsicherheiten zur Kategoriezuordnung kann die Einordnung im Zuge der formalen Prüfung in Abstimmung mit den Bewerbenden angepasst werden.

Für Akteure mit innovativen Konzepten, Prototypen, Pilotanwendungen oder ersten Produkten.

Diese Kategorie richtet sich an Bewerbungen, die sich noch in einer frühen Entwicklungs-, Erprobungs- oder Markteintrittsphase befinden. Gesucht werden Ideen und Ansätze mit erkennbarem Potenzial, auch wenn noch nicht alle Fragen zur Skalierung, Produktion oder Vermarktung abschließend geklärt sind.

Beispiele können sein:

  • ein ausgearbeitetes Konzept mit einem konkreten Umsetzungsansatz,
  • ein Prototyp, ein Materialmuster oder ein erstes Funktionsmodell
  • eine Pilot- oder Demonstrationsanwendung,
  • ein Produkt, Verfahren oder eine Dienstleistung in der Erprobungsphase,
  • eine erste digitale Anwendung oder ein neues Geschäftsmodell
  • ein neuer Ansatz zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe, biogener Reststoffe oder Nebenströme.

Für Akteure mit marktnahen oder bereits erprobten Produkten, Verfahren, Dienstleistungen oder Geschäftsmodellen.

Diese Kategorie richtet sich an Bewerbungen, deren Produkt, Verfahren, Dienstleistung, digitale Anwendung oder Geschäftsmodell bereits praktisch erprobt, marktreif oder am Markt verfügbar ist.

Beispiele können sein:

  • ein bereits verfügbares Produkt auf Basis nachwachsender Rohstoffe,
  • ein praktisch erprobtes oder regelmäßig eingesetztes Verfahren,
  • eine Dienstleistung oder digitale Anwendung mit ersten Nutzerinnen, Nutzern oder Kunden,
  • eine erfolgreich abgeschlossene Pilotanwendung, die auf weitere Standorte oder Einsatzbereiche übertragen werden kann,
  • ein Geschäftsmodell mit nachgewiesenem Markt- oder Wachstumspotenzial,
  • eine Lösung zur Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten, zur Reststoffnutzung oder zur Kreislaufführung.

Wer kann mitmachen?

Teilnehmen können Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen, Kooperationen, Verein oder Einzelpersonen mit Sitz beziehungsweise Wohnort in Brandenburg – unabhängig von der Branche.


Nach welchen Kriterien wird bewertet?

Alle Einreichungen werden unabhängig von der Kategorie nach einheitlichen Kriterien bewertet. Die Jury arbeitet mit einem einfachen Punktesystem, das Transparenz und Vergleichbarkeit sicherstellt. Das Bewertungskriterium 3 (Innovationsgrad und Skalierbarkeit) wird doppelt gewertet. Das Fehlen einer Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen oder Hochschulen ist kein Nachteil. Dieses Kriterium wird nur herangezogen, wenn Punktegleichstand besteht.

#1

Ökologische Nachhaltigkeit & Ressourcen­effizienz

Nachhaltige Lösungen, die Klima und Ressourcen schützen und Kreislaufwirtschaft fördern.
#2

Regionale Wert­schöpfung & wirtschaftliche Wirkung

Stärkung der regionalen Wirtschaft durch Wertschöpfung, Arbeitsplätze und tragfähige Geschäftsmodelle.
#3

Innovationsgrad & Skalierbarkeit

Innovative Ideen mit Potenzial für Wachstum, Weiterentwicklung und breite Anwendung.
#4

Soziale Dimension, gute Arbeit & Wissenstransfer

Gesellschaftlicher Mehrwert durch gute Arbeitsbedingungen, Wissenstransfer und verantwortungsvolles Handeln.

  • Beitrag zum Klimaschutz, z. B. durch den Ersatz fossiler Rohstoffe oder CO₂-Einsparungen
  • Schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Boden, Wasser und Biodiversität
  • Ressourceneffiziente Produktion und Nutzung
  • Umsetzung von Kreislaufwirtschaft und Kaskadennutzung biogener Rohstoffe

  • Nutzung regionaler Rohstoffe und Lieferketten
  • Schaffung oder Sicherung von Arbeitsplätzen in Brandenburg
  • Stärkung ländlicher Regionen
  • Wirtschaftliche Tragfähigkeit und Wachstumspotenzial

  • Neuheitsgrad von Produkt, Verfahren, Dienstleistung oder Geschäftsmodell
  • Skalierbarkeit und Übertragbarkeit auf weitere Regionen oder Branchen
  • Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen oder Hochschulen (optional)
  • Beitrag zum Wissens- und Technologietransfer

  • Zukunftsfähige und attraktive Arbeitsplätze
  • Aus- und Weiterbildung sowie Qualifizierung
  • Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit
  • Transparente und verantwortungsvolle Kommunikation

Wie erfolgt die Bewerbung?

Laden Sie das Bewerbungsformular herunter, füllen Sie es bequem am Computer aus und senden Sie es gemeinsam mit den gewünschten Anlagen bis zum 30. November 2026 an neuwerg@fib-ev.de.

Wer bewertet die Bewerbungen?

Die eingereichten Bewerbungen werden durch eine unabhängige Fachjury bewertet. Die Jury vereint Fachkompetenz aus den Bereichen

  • nachwachsende Rohstoffe und biobasierter Wertschöpfung,
  • Wirtschaft und Unternehmensentwicklung,
  • Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Verarbeitung,
  • Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft,
  • Forschung, Innovation und Wissenstransfer.

Die Mitglieder der Jury werden rechtzeitig vor Abschluss der Bewerbungsphase bekanntgegeben. Alle Einreichungen werden vertraulich behandelt. Die Veröffentlichung von Informationen erfolgt nur in Abstimmung mit den Teilnehmenden.

Preisverleihung

Die feierliche Preisverleihung findet voraussichtlich im ersten Halbjahr 2027 im Rahmen einer neuwerg-Fachveranstaltung oder einer Fachmesse statt. Datum, Ort, Programm und die auszeichnenden Personen werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Die Gewinner des Wettbewerbs erhalten dort die Gelegenheit, ihre Innovationen einem Fachpublikum aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Medien zu präsentieren und neue Kontakte für zukünftige Kooperationen zu knüpfen.

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