IKK- Handlungsempfehlungen zur Stärkung des Binnenmarktes für biobasierte Kunststoffe

Das Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik (IKK) hat eine umfassende Broschüre mit Handlungsempfehlungen als Konzept zur Umsetzung eines erfolgreichen Binnenmarktes für biobasierte Kunststoffe in Deutschland veröffentlicht. Basierend auf Fachinterviews mit Experten/Expertinnen, Literaturrecherche und der Auswertung von Workshops konnten 42 konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet werden. Dazu zählt neben der Schaffung von Investitionsanreizen, der Gleichstellung von stofflicher und energetischer Nutzung auch eine gezielte Verstärkung der Forschungsförderung.

Erarbeitet wurden die Handlungsempfehlungen im Rahmen des vom BMEL über die FNR geförderten Projektes „BK-Markt“, Analyse zum Rohstoff-, Technologie- und Nachhaltigkeitspotential biobasierter Kunststoffe 2020 und 2030 für Deutschland“.

Format
Anleitung
Jahr der Veröffentlichung
2024
Autoren
IKK
Herausgeber
IKK
Rohstoff
Anwendungsbereich

Anbieter

IKK - Institut für Kunststoff- und Kreislauftechnik
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Fertigungsprozessauslegung für Holzgroßprojekte im kleinbetrieblichen Unternehmensverbund niedersächsischer Zimmerei- und Holzbaubetriebe

Ziel des geförderten Vorhabens ist es, kleine und mittelständische niedersächsische Holzbau-Betriebe in die Lage zu versetzen, im Unternehmensverbund Holzbau-Großprojekte abzuwickeln. Das Gesamtvorhaben wird im Projektantrag in sieben Teilvorhaben untergliedert. Im ersten Teilvorhaben sind Konzepte für die dezentrale Planung und Fertigung erarbeitet worden. Dabei werden besonders die im realen Bauvorhaben auftretenden Konfliktkanten, d.h. die Schnittstellen zwischen den von verschiedenen Firmen er-
stellten Teil-Systemen, und der Datenaustausch betrachtet und einbezogen.
Für die Entwicklung eines vollständigen dreidimensionalen CAD/CAM-Moduls im Teilvorhaben 2 ist ein in der Praxis einsetzbarer Prototyp erstellt worden. In Teilvorhaben 3 ist eine durchgängige CAD/CAM-Kette innerhalb des Unternehmensverbundes in weiten Teilen realisiert worden. Ein Schwerpunkt ist hier auf den Austausch von CAD-Daten zwischen unterschiedlichen CAD-Systemen gelegt worden. Während der Implementationsphase und dem Test unter Praxisbedingungen konnten die umgesetzten Konzepte verifiziert werden (Teilvorhaben 7).
Im Teilvorhaben 4 sind Qualitätsmaßnahmen erarbeitet worden, die sowohl in Großprojekten als auch im Einzelbetrieb eingesetzt werden. Die in Teilvorhaben 5 angestrebte Kooperationsplattform ist aufgebaut worden. Sie besteht in physischer Hinsicht aus einem zentralen Server und Kommunikationssoftware. In organisatorischer Hinsicht beinhaltet die Plattform die verabredeten Regeln der Kooperationspartner.
Außerdem ist ein detailliertes Prozessmodell erarbeitet worden, dass sowohl der Qualitätssicherung als auch der Konsortialbildung und Angebotserstellung dient. Im Rahmen des 6. Teilvorhabens ist eine Unternehmensdatenbank aufgebaut worden, welche Informationen über technische und personelle Ausstattung der Betriebe enthält. Damit verknüpft ist eine Projektdatenbank, so dass die Projektinformationen mit den Kapazitätsdaten verglichen werden können. Auf diese Weise wird die Konsortialbildung unterstützt. Darüber hinaus ist eine Kalkulationssoftware ausgewählt und eingeführt worden.
Die in den Teilvorhaben 4 bis 6 erzielten Ergebnisse haben sich inzwischen sowohl bei der Schulung der Mitarbeiter als auch bei der Abgabe erster Angebote bewährt. Neben den im Antrag genannten Zielen haben sich die Firmen für eine Zusammenarbeit unter besonderer Beachtung von Offenheit, Geduld und Teamarbeit sowie für einen Know-How-Transfer ausgesprochen und diese Grundsätze während der Projektlaufzeit aktiv umgesetzt.

Format
Studie
Jahr der Veröffentlichung
2001
Ort der Veröffentlichung
Hannover
Herausgeber
Technische Universität Braunschweig
Rohstoff

Anbieter

Technische Universität Braunschweig
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Gebrauchstauglichkeit und Komfort von dynamisch beanspruchten Holztragwerken im urbanen mehrgeschossigen Hochbau

Das Forschungsvorhaben hatte zum Ziel, eine Methodik zu entwickeln, um die Gebrauchstauglichkeit und den Komfort von Gebäuden in Brettsperrholzbauweise sowohl bei Neubauten als auch bei Bestandsbauwerken zu bewerten. Hierfür wurden die durch dynamische Lasten verursachten Vertikal- und Horizontalschwingungen der Brettsperrholzdecken und des gesamten Gebäudes mit den Methoden der betrieblichen Modalanalyse analysiert und bewertet. Die Forschung umfasste die Auswahl repräsentativer Gebäude im Wohnungsbau, die Messdatenerfassung und -auswertung, die Entwicklung von Berechnungsmodellen und den Aufbau eines Modell-Teststandes für weitergehende Untersuchungen.
Die Ergebnisse haben gezeigt, dass BSP-Decken bei niedrigeren Gebäuden ausreichend hohe Biegeeigenfrequenzen aufweisen, aber bei höheren Gebäuden mit mehr Vollgeschossen eine zunehmende Schwingungsproblematik auftreten könnte. Die Modellierung mittels Finite-Elemente-Methoden erwies sich als nützlich, insbesondere wegen der Möglichkeit das Schwingungsverhalten im Vorfeld einer Baumaßnahme zu prognostizieren. Der zusammen mit Assmann Beraten + Planen entwickelte und an der Leibniz Universität Hannover aufgebaute Versuchsstand kann bezüglich seiner Abmessungen und seinem Schwingungsverhalten als Modellversuchstand dienen, um ähnliche Versuche zu wiederholen.
Das Konzept eines elastisch gebundenen Bodenaufbaus auf BSP-Decken erhöht die Dämpfung und mindert Resonanzeffekte. Zukünftige Arbeiten sollten verschiedene Bodenaufbauvarianten untersuchen und alternative Auswertemethoden für die Dämpfung in Betracht ziehen. Über das Forschungsdatenrepositorium der Leibniz Universität Hannover werden Projektergebnisse und Rohdaten in digitaler Form bereitgestellt und zum Download angeboten. Dabei wird ein Datenablagekonzept genutzt, das den FAIR-Prinzipien der LUH entspricht. So wird interessierten Anwendern und Forschergruppen die Möglichkeit geboten, die aufgezeichneten Rohdaten mit eigenen Methoden auszuwerten und weitere relevante Erkenntnisse aus den Daten abzuleiten.

Format
Studie
Jahr der Veröffentlichung
2024
Ort der Veröffentlichung
Hannover
Autoren
Henning Klattenhoff, Tanja Grießmann, Benedikt Hofmeister, Silke Appel, Maximilian Breitkreuz, Yannick Plüss
Rohstoff
Anwendungsbereich

Anbieter

Technische Universität Braunschweig
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Leitlinie zur Vereinfachung der Planung und Durchführung von Aufstockungs-/Erweiterungsmaßnahmen als Holzbau als Nachverdichtungsmaßnahme in innerstädtische Bereichen

Ziel dieses Forschungsvorhabens war es, das Potential von baulichen Maßnahmen der Aufstockung als innerstädtische Nachverdichtungsmaßnahme durch die Verringerung des Planungsaufwands signifikant zu erhöhen. Hierzu wurde ein Leitfaden erarbeitet, der wesentliche Indikatoren und Parameter, die für eine umfassende Bewertung einer Aufstockungsmaßnahme im Kontext des Bestandsgebäudes notwendig sind, einschließt. Der Entscheidungsprozess soll gezielt ausgerichtet und damit insgesamt der Planungsaufwand deutlich verringert werden.
Gleichfalls dient der Leitfaden als Orientierungs- und Entscheidungshilfe für Planer, die zum ersten Mal mit der Planung einer Aufstockungsmaßnahme konfrontiert sind. Der Leitfaden zeigt die Problematiken bei der Planung und Durchführung von Aufstockungsmaßnahen auf und gibt Hinweise für Lösungsmöglichkeiten.
Bei Aufstockungsmaßnahmen handelt es sich um Maßnahmen des Bauens im Bestand. Jeder Bestand bringt seine Eigenheiten mit sich, auf welche die Planung der Aufstockungsmaßnahme ausgerichtet werden muss. Im Vorhaben wurde hierzu die Gebäudetypologie nach Institut Wohnen und Umwelt (IWU) um die notwendigen Informationen für die Planung einer Baumaßnahme im Bestand erweitert. Die Typologien wurden dazu nach Größe der Gebäude in „Kleine Häuser“ und „Große Häuser“ eingeteilt. Für diese wurden typische Konstruktionen, Mängel und Schäden sowie verbaute Schadstoffe ergänzt, welche für die Planung von Bedeutung sind.
Im Weiteren wurde innerhalb einer Grundlagenermittlung zur Planungsvorbereitung erläutert, welche Herausforderungen die Aufnahme und Untersuchung des Bestandes darstellt, um den Planern aufzuzeigen, wie Planungsfehler vermieden und Risikofaktoren bereits in der Planungsphase verringert werden können. Mit der Gebäudetypologie und den Ergebnissen der Grundlagenermittlung können anhand der weiteren Inhalte des Leitfadens Anforderungen und Lösungen zu den Themen Tragwerk, Baurecht, Brandschutz, Nachhaltigkeit sowie Wirtschaftlichkeit und Risikobewertung bestimmt werden.
Da bei der Sanierung eines Bestandes im Vergleich zur Planung einer Aufstockungsmaßnahme zusätzliche statische Anforderungen an den Bestand zu stellen sind, ist die Bestandsaufnahme von besonderer Bedeutung für die Planung. Außerdem ist es wirtschaftlich und statisch von Vorteil, wenn der Bestand nur geringfügig durch zerstörende Prüfverfahren beeinträchtigt wird. Innerhalb des Projektes wurde deshalb die Methode der Thermographie genutzt, um strukturelle Schwachstellen des Bestandes zu identifizieren. Mit Hilfe der Ergebnisse können weitere Untersuchungen gezielt geplant werden.
Im Rahmen der baurechtlichen Regelungen gibt es in Deutschland auf Grund des föderalen Systems der Bundländer vielfältige Anforderungen, die eine Aufstockung zu erfüllen hat. Hierzu werden die Regelungen erläutert, auf die man bei einer Aufstockungsmaßnahme achten muss. Der wichtigste baurechtlich zu beachtende Punkt ist hierbei der Brandschutz, der derzeit in den Landesbauordnungen für jedes Bundesland separat geregelt ist. Da es bei einer Aufstockungsmaßnahme oftmals zu einem Wechsel der Gebäudeklasse kommt, ist in der Planung darauf zu achten, dass nicht nur die Aufstockung erhöhte Anforderungen gemäß der neuen Gebäudeklasse erfüllen muss, sondern ebenfalls das Bestandsgebäude.
Des Weiteren wurden innerhalb des Projektes die maßgeblichen Regelungen des Brandschutzes als Teil der Landesbauordnungen zusammengefasst und für alle 16 Bundesländer in Tabellenform kategorisiert dargestellt und vergleichend gegenübergestellt.
Um die Nachhaltigkeit einer Aufstockungsmaßnahme als Nachverdichtungsmaßnahme in innerstädtischen Bereichen, ohne zusätzlichen Flächenverbrauch, weiter zu steigern, wurde eine ökologische Bewertung in Form einer Ökobilanzierung durchgeführt. Hierbei wurde deutlich, dass die Methode der Ökobilanzierung noch nicht für die Anwendung an einer Aufstockungsmaßnahme geeignet ist. Für die betrachteten Bestandsgebäude ergaben sich dennoch Ergebnisse, die eine weitere Anpassung und Untersuchung der Methode notwendig machen, um sie auf Aufstockungsmaßnahmen anwenden zu können.
Die Ergebnisse der Ökobilanzierung konnten durch die ermittelten Lebenszykluskosten weiterhin für eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung verwendet werden.

Format
Studie
Jahr der Veröffentlichung
2019
Ort der Veröffentlichung
Stuttgart
Autoren
Prof. Dr.-Ing. Mike Sieder, Dipl.-Ing. Maren Fath, Michael Storck, M.Sc., Christoph Kurzer, M.Sc., Steffen Willmy, M.Sc., Joachim Schridde, M.Sc., Prof. Dr.-Ing. Mike Sieder, Prof. Dr.-Ing Annette Hafner, Prof. Dr.-Ing. Stefan Winter, Prof. Dr.-Ing. Tanja Kessel
Herausgeber
Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau

Anbieter

Institut für Baukonstruktion und Holzbau - TU Braunschweig (TUBS)
Schleinitzstraße 21 A
38106 Braunschweig
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34. Bernburger Winterseminar Arznei- und Gewürzpflanzen 2024

Das Bernburger Winterseminar ist die größte deutschsprachige, jährlich stattfindende wissenschaftliche Tagung des Fachgebietes mit 200 bis 250 Teilnehmern aus Anbau, Handel, Industrie, Forschung, Beratung und Behörden. Sie erfreut sich internationaler Beteiligung vorwiegend aus dem europäischen Raum.
Das Winterseminar bietet folgende Möglichkeiten:

  • Informationen zu Anbau, Markt etc. und Erfahrungsaustausch
  • Kontakte zu möglichen Partnern zu knüpfen
  • Schulungsnachweise für Qualitätssicherungssysteme zu erhalten
  • Poster-, Firmen- und Produktpräsentationen durchzuführen
  • aktuelle Präsentationen wissenschaftlicher Ergebnisse in Vorträgen und Postern
  • Diskussionen zu nationalen und europäischen rechtlichen Rahmenbedingungen

Format
Broschüre
Jahr der Veröffentlichung
2024
Ort der Veröffentlichung
Aschersleben
Herausgeber
Verein für Arznei- und Gewürzpflanzen SALUPLANTA e.V.
Anwendungsbereich

Anbieter

SALUPLANTA e.V.
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BioSinn – Steckbriefe sinnvoll biologisch abbaubarer Produkte auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen

Im Projekt „BioSinn – Steckbriefe sinnvoller biologisch abbaubarer Produkte“, welches durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert wurde (Förderkennzeichen 2219NR197), wurde von Expertinnen und Experten des nova-Instituts aus Hürth bei Köln untersucht, ob es Anwendungen und Produkte gibt, für die der biologische Abbau eine sinnvolle oder sogar die beste End-of-Life-Option darstellt. Dabei waren die Auswahlkriterien, dass das Einsammeln der Produkte (oder ihrer Überbleibsel), die Abtrennung der Produkte von sonstigem organischem Abfall oder ein stoffliches Recycling nicht möglich, ökonomisch nicht realisierbar ist bzw. in der Praxis nicht stattfindet. Andere Kriterien waren, dass durch die Verwendung biologisch abbaubarer Materialien der Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt vermieden werden kann oder dass durch die Verwendung biologisch abbaubarer Materialien indirekte positive Effekte, ein relevanter Sekundärnutzen erzielt werden kann.
Das Ergebnis des Projektes ist eine Broschüre für Entscheidungsträger aus Industrie und Politik aber auch für die breite Öffentlichkeit, mit 25 Produktsteckbriefen und umfangreicher Hintergrundinformation zum Thema biologischer Abbau. Für jedes Produkt wird erklärt, inwiefern der biologische Abbau eine sinnvolle und machbare Option ist und welche technischen Substitutionsmöglichkeiten es für einen nachhaltigeren Materialeinsatz gibt. Zudem wurden politische Rahmenbedingungen und Regularien beleuchtet und produktspezifisch ausgewertet. Erstmalig wurden auch die Marktvolumina für Deutschland und die EU erhoben und abgeschätzt. Das Gesamtvolumen der 25 Anwendungen liegt in Deutschland bei rund 170.000 Tonnen und in der Europäischen Union sogar bei etwa 1 Million Tonnen, von denen der größte Anteil in die Umwelt gelangt. Hier würde der Einsatz biologisch abbaubarer Materialien erhebliche Umweltvorteile bringen.

Format
Studie
Jahr der Veröffentlichung
2021
Ort der Veröffentlichung
Hürth
Autoren
Verena Bauchmüller, Michael Carus, Raj Chinthapalli, Lara Dammer, Nicolas Hark, Asta Partanen, Pauline Ruiz (alle nova-Institut), Silvia Lajewski (IKT Stuttgart)
Herausgeber
nova-Institut für politische und ökologische Innovation GmbH

Anbieter

nova-Institut für politische und ökologische Innovation GmbH
Industriestraße 300
50354 Hürth
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Förderaufruf „Innovation Express Call 2024 (IEC24)“ für zirkuläre Bioökonomie-Wertschöpfungsketten

Der Innovation Express Call 2024 (IEC24) unterstützt insbesondere KMU bei internationalen Projekten in den Bereichen transregionale zirkuläre Bioökonomie-Wertschöpfungsketten, Schlüsselressourcen und Sektoren in den Bereichen Landwirtschaft, Lebensmittel und Getränke, Chemie, Polymere und Energie. Das Land Brandenburg beteiligt sich im Rahmen der Richtlinie für das Programm zur Förderung von Forschung, Innovation und Technologien (ProfFIT) des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Energie (MWAE) am Wettbewerb. Der Call ist von März bis Ende Juli 2024 in erster Linie für KMU geöffnet. Forschungseinrichtungen, Technologieanbieter, Großunternehmen oder Universitäten sind im Verbund mit KMU antragsberechtigt. Es müssen mindestens 2 Partner aus unterschiedlichen Regionen beteiligt sein. Für Brandenburger Antragsteller/Projektpartner erfolgt die Teilnahme im Rahmen des Förderprogramms ProFIT Brandenburg. Weitere Informationen zum Förderaufruf und zu den Partnerregionen finden Sie unter www.IEC24.info sowie auf der Seite des MWAE.

Anbieter

Forschungsinstitut für Bergbaufolge­landschaften e.V.
Brauhausweg 2
03238 Finsterwalde

Feldtag Lavendel

Lavendel – eine attraktive Kultur für ertragsschwache Standorte?! Bei unserem Feldtag in Drößig informieren wir Sie am 03. Juli von 10.00 bis 14.00 Uhr über viele praktische Aspekte des Lavendelanbaus bis hin zur Ernte. Auch werden verschiedene Lavendelprodukte präsentiert.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 25. Juni 2024 unter
Tel.: 03531 7907 0
Mail: fib@fib-ev.de

Format
Tagung
Veranstaltungsdatum
03.07.2024 | 10:00 - 03.07.2024 | 14:00
Veranstaltungsort
Drößiger Straße .
03238 Drößig

Anbieter

Forschungsinstitut für Bergbaufolge­landschaften e.V.
Brauhausweg 2
03238 Finsterwalde

Holz in der Aufstockung – Bewertung und Umsetzung von Holz in Aufstockungsmaßnahmen

Konstruktionskatalog samt Ökobilanzierung für Aufstockungen in Holz veröffentlicht – Universitäten Bochum und Braunschweig geben praktikable Starthilfe für die Aufstockung mit Holz

Im Verbundvorhaben „Holz in der Aufstockung – Bewertung und Umsetzung von Holz in Aufstockungsmaßnahmen“ haben die Ruhr-Universität Bochum und die Technische Universität Braunschweig gemeinsam mit weiteren Projektpartnern einen Konstruktionskatalog mit grundlegenden baulichen und konstruktiven Anforderungen an Aufstockungsmaßnahmen in Holz erstellt. Gleichzeitig wurde eine allgemeingültige Systematik zur Berechnung von Ökobilanzen für solche Maßnahmen entwickelt.

Katalog mit Aufstockungskonstruktionen in Holz

Insgesamt wurden 147 Aufstockungsprojekte im D-A-CH-Raum auf ihre baukonstruktiven und bauphysikalischen Anforderungen hin untersucht. Für die Ökobilanzierung von Aufstockungsmaßnahmen wurden vorhandene Rechensystematiken adaptiert, weiterentwickelt und für tatsächlich durchgeführte Aufstockungsmaßnahmen angewandt. Das erarbeitete Vorgehen kann auch für Bestandssanierungen und Erweiterungsmaßnahmen nutzbar sein und berücksichtigt den Lebenszyklus sowohl des Bestandes als auch der Aufstockungsmaßnahme. Ein Detailkatalog mit verschiedenen Aufstockungskonstruktionen (Wand, Dach, Decke) in Holz wurde für Planende und Entscheidungstragende zusammengeführt. Der Katalog enthält maßgebliche Hinweise zur Anpassung und Erweiterung der Bauteilaufbauten und Details basierend auf den ermittelten Anforderungen aus Wärme-, Schall-, Feuchte- und Brandschutz. Ebenso werden hierin Ökobilanzergebnisse auf Materialebene der entwickelten Konstruktionen sowie eine Angabe zur Speicherung von biogenen Kohlenstoffanteilen innerhalb der Konstruktionen erarbeitet, dargestellt und öffentlich zur Verfügung gestellt.

Ressourcenschonendes Bauen mit Holz

Holz ist aufgrund seiner besonderen Eigenschaften, wie geringes Gewicht, hohe Tragfähigkeit und gute Vorfertigungsmöglichkeiten, ideal für die Aufstockung von Bestandsgebäuden, insbesondere bei der Nachverdichtung im urbanen Raum. „Durch die Weiterverwendung bereits bestehender Bebauungsstrukturen sind Aufstockungen auch aus Gründen der Ressourcenschonung sinnvoll“, unterstreicht Professorin Dr.-Ing. Annette Hafner, Projektkoordinatorin und Leiterin der Arbeitsgruppe Ressourceneffizientes Bauen an der Fakultät Bau- und Umweltingenieurwissenschaften der Ruhr-Universität Bochum.

Die Verwendung von Holz im Bauwesen trägt nicht nur zur Schaffung von Wohnraum bei, sondern wirkt sich auch positiv auf das Klima aus. Der während des Wachstums aufgenommene Kohlenstoff bleibt in verbauten Holzprodukten des Gebäudes gespeichert.

Kostenfrei und für alle zugänglich

Der Holz-Konstruktionskatalog wurde in das kostenfreie Online-Ökobilanzierungstool eLCA des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) integriert. Dies ermöglicht Planenden eine präzise Einbindung der veröffentlichten Konstruktionen in die ökologische Bewertung ihrer Aufstockungsprojekte.

Das Verbundvorhaben wurde in enger Zusammenarbeit mit Praxispartnern aus dem Wohnungsbau, darunter die HolzUnion, Assmann Beraten&Planen, Nibelungen-Wohnbau-GmbH, Fermacell, Archplan GmbH und Braun Krötsch Architekten, umgesetzt.

Das Vorhaben leistet einen aktiven Beitrag zur Charta für Holz 2.0, indem es die Verwendung von Holz im Baubereich stärkt und unter anderem die Klimaeffekte von Aufstockungsmaßnahmen bewertbar macht.

Format
Studie
Jahr der Veröffentlichung
2024
Ort der Veröffentlichung
Bochum
Autoren
Prof. Dr.-Ing. Annette Hafner
Herausgeber
Ruhr-Universität Bochum
Rohstoff
Anwendungsbereich

Anbieter

Ruhr-Universität Bochum - Fakultät Bau- und Umweltingenieurwissenschaften
Universitätsstr. 150, IC5-161
44801 Bochum
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Regionale Erzeugung und Verwertung von Schilfrohr (Reet) in Brandenburg – REREETBB

Die globalen Klimaziele zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen erfordern weitreichende politische Maßnahmen und konkrete Schritte, um Treibhausgasneutralität zu erreichen. So strebt Deutschland an, Moore bis 2045 treibhausgasneutral zu machen. In Brandenburg sind die Moorentwässerungspraktiken der Landwirtschaft die zweitgrößte Quelle von Treibhausgasen. Die Landwirtschaft muss daher mittelfristig von entwässerungs-basierten Methoden auf klima- und moorfreundliche Bewirtschaftung umstellen. Obwohl viele Betriebe dazu bereit sind, fehlen neue Ansätze für eine ökonomisch nachhaltige Landnutzung auf diesen Standorten und entsprechende Unterstützung für notwendige betriebliche Anpassungen sowie die Verwertung und Vermarktung von Biomasse.

In Nord-Brandenburg bildete Schilf (Phragmites australis) historisch die Basis für Wertschöpfungsketten als traditionales Material für Reetdächer. Diese Wertschöpfungsketten existieren aktuell nur noch fragmentarisch. Deren Reaktivierung, sowie eine lokal ausgerichtete Erzeugung und Verwertung von Schilf könnten jedoch zur Erreichung der Klimaziele des Landes Brandenburg beitragen, besonderes heute, wo die Renaturierung von Mooren, die Verfügbarkeit moderner landwirtschaftlicher Maschinen sowie die Inwertsetzung von Moorbiomasse als ökologischen Baustoff ungeahnte Potenziale eröffnen.

Obwohl die innovativen Nutzungsmöglichkeiten von Schilf seit langem wissenschaftlich belegt sind, zeigt sich immer wieder, dass fehlende Absatzmärkte die Wiederbelebung der Produktion behindern. Gleichzeitig fehlen in Brandenburg Verwertungsbetriebe, da der Rohstoff nicht ausreichend bzw. in ausreichender Qualität verfügbar ist. Dies führt zu Engpässen in den Wertschöpfungsketten, welche die Umsetzung innovativer Alternativen in marktfähige Produkte behindert. Um diese Situation zu ändern, wurde von der Arge-Klimamoor der Workshop „Reaktivierung der Schilfbewirtschaftung auf wiedervernässten Mooren in Brandenburg“ (28. Juni 2022, Havelsee in Pritzerbe) organisiert. Das Projekt „Regionale Erzeugung und Verwertung von Schilfrohr (Reet) in Brandenburg – ReReetBB“ ist die Operationalisierung eines 15-Punkte-Plans, der aus diesem Workshop hervorgegangen ist. Von Mai 2023 bis Mai 2024 hat das Projekt ReReetBB ein koordiniertes Vorgehen auf verschiedene Ebenen zur Produktion und Nutzung von Schilf sowie zur Wiederbelebung der Wertschöpfungsketten dieser Ressource besonders im Gebiet des Rambower Moores im Nordwesten Brandenburgs gefördert.

Format
Studie
Jahr der Veröffentlichung
2024
Ort der Veröffentlichung
Michendorf
Autoren
Ana Carolina Rodríguez Martínez
Herausgeber
Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL) e. V.

Anbieter

Deutscher Verband für Landschaftspflege (DVL) e. V. - Koordinierungsstelle Brandenburg / Berlin
Saarmunder Straße 7 - 9
14552 Michendorf
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Landwirtschaft im Dialog – Parzellentag

Wertschöpfungsketten in der Landwirtschaft bestehen meist aus einem Bauern, einem Betrieb, der die jeweilige Ackerkultur verarbeitet und einem Vertrieb. Für Landwirte und Landwirtinnen ist es sinnvoll, Teil einer solchen direkten Wertschöpfung zu sein. Denn so lassen sich Ackerfrüchte gezielt verkaufen, Preise stabilisieren und feste Kundenbeziehungen aufbauen, speziell in die Region und für alternative Kulturen besonders wichtig.

Der Infotag an den Parzellen will hierbei helfen. Die Veranstaltung findet am 20. Juni zum vierten Mal statt und verfolgt vor allem zwei Ziele: Auf zahlreichen Parzellen zeigen die Organisatoren den Praktikern, was alles auf Brandenburger Äckern wachsen kann. Dabei geht es um Standard-Kulturen, aber auch Ausgefalleneres, das sich angesichts wandelnder Märkte und eines sich wandelnden Klimas anbietet. Und: Der Infotag an den Parzellen will vernetzen, will Bauern und Bäuerinnen mit Verarbeitern, Lebensmittelherstellern oder auch Start-ups zusammenbringen.

Wer also wissen will, welche Kulturen sich eignen, um zunehmenden Trockenperioden zu trotzen, wer neue Kulturen sucht, um eine Vermarktungsnische zu besetzen und wer sein Wissen über Getreide- und Maisanbau erweitern möchte, sollte im Juni unbedingt vorbeikommen. Zudem: Seit zwei Jahren existiert eine Agroforstfläche auf den Parzellen. Die Bäume und Büsche sind zwar noch klein, dennoch lassen sich die Vorteile eines Agroforstsystem an dieser Demonstrationsanlage gut erklären. Denn vor Ort führen Experten über die Parzellen und erklären fachliche Details zu den Kulturen.

Veranstaltet wird der Infotag an den Parzellen von „Landwirtschaft im Dialog“. Dieses Forum besteht aus dem Bauernverband Brandenburg und der Koordinierungsstelle Versuchswesen mit Sitz im Institut für Lebensmittel- und Umweltforschung (ILU). Die Kooperation sieht es als eine Aufgabe, Fachwissen für die landwirtschaftlichen Betriebe besser verfügbar zu machen. Eine Methode ist, einen Infotag zu veranstalten.

Format
Tagung
Veranstaltungsdatum
20.06.2024 | 09:00 - 20.06.2024 | 15:00
Veranstaltungsort
Gartenstraße 1-3
14621 Schönwalde-Glien
teilnehmen

Anbieter

Institut für Lebensmittel- und Umweltforschung e. V. (ILU)
Papendorfer Weg 3
14806 Bad Belzig
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Veranstaltungsrückblick: Wertschöpfung aus nachwachsenden Rohstoffen – Möglichkeiten in der Lausitz

Die Nutzung und Verarbeitung von natürlichen Ressourcen bilden das Fundament einer wachsenden Bioökonomie. Neben pflanzenbaulichen Fragen zum Anbau nachwachsender Rohstoffe stehen die Anforderungen an Menge und Qualität der Ernteerzeugnisse sowie die Vielfalt der Verarbeitungsmöglichkeiten und -techniken im Fokus. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, Akteure zusammenzubringen, um gemeinsam Wertschöpfungsketten aufzubauen. Das Land Brandenburg und die Strukturwandelregion Lausitz bieten dabei zahlreiche Möglichkeiten für die Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle, auch auf weniger ertragreichen Flächen und ehemaligen Bergbauarealen.
Gemeinsam mit der Arbeitsgruppe Zukunftsbauern des Bauernverbandes und der Lausitzer Energie und Bergbau AG lud „neuwerg“, die Netzwerkstelle für Nachwachsende Rohstoffe des Landes Brandenburg deshalb am 24.04.2024 in das IBA-Studierhaus in Großräschen dazu ein, an einem Dialog über nachwachsende Rohstoffe teilzunehmen.

In ihrem Einführungsvortrag erläuterte Frau Dr. Anne Rademacher vom Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften Ansätze und erste positive Erfahrungen zum Anbau landwirtschaftlicher Sonderkulturen wie Lavendel auf marginalen Standorten, wie sie zum Beispiel in der Lausitzer Bergbaufolgelandschaft zu finden sind.
Herr Uwe Kühn von Miscanthus Buscheritz informierte in seinem Vortrag und anhand ausgestellter Materialien über den Wissensstand zum Anbau von Miscanthus und zu den vielfältigen wirtschaftlichen Verwendungsmöglichkeiten dieser Pflanze. Frau Claudia Miersch von Hentschke Bau nahm den Faden auf und sprach über die Entwicklung nachhaltiger Baustoffe unter anderem aus Miscanthusbestandteilen.
Die großen Potenziale des Faserhanfanbaus und seiner Verarbeitung in Brandenburg beispielsweise für biobasierte Baustoffe beleuchtete Herr Dr. Henrik Stamer vom Landschaftspflegeverband Prignitz-Ruppiner Land. Antonia Schlichter von der Firma Felde Fibres gab Einblicke in den Aufbau einer Fabrik in Neuruppin zur Herstellung von Textilfasern aus Hanf, Lein oder Brennnessel.
Zum Thema Wolle referierte Frau Dr. Andrea Lüttger vom Institut für Lebensmittel- und Umweltforschung über die Hygienisierung und stofflichen Verwertungsmöglichkeiten von Schafwolle. Einblicke in die Schäferpraxis gab Herr Johann Nesges. Er beschrieb die derzeitigen Probleme bei der Wollverwertung in Deutschland aus Sicht der Erzeuger, deren Aufwand, Kosten und Hindernisse beim Vertrieb.
Als eine etablierte Wertschöpfungsoption erläuterte Herr Björn Lanzke von der Firma Florapell schließlich die Produktion und die Verwendung von Schafwolldünger in der ökologischen Landwirtschaft und im Privatgartenbau.

An der Veranstaltung nahmen über 50 Akteure aus Brandenburg und Sachsen teil. Motiviert durch die präsentierten Praxisbeispiele zur wirtschaftlichen Nutzung biobasierter Rohstoffe entstand eine rege Fachdiskussion und ein intensiver Austausch zwischen Referenten und Teilnehmern. Mehrfach angesprochen wurden die positiven ökologischen Effekte wie z.B. die Förderung der Bodenfunktionen, Verringerung des Wasserverbrauchs, Substitution mineralischer und fossiler Rohstoffe oder Dekarbonisierung der wirtschaftlichen Prozesse. Gleichzeitig wurden erste konkrete Fortschritte der regionalen Wertschöpfung auf Basis nachwachsender Rohstoffe deutlich.
Die Teilnehmer äußerten den Wunsch nach einer Verstetigung derartiger Veranstaltungsangebote und Austauschformate. Es wurde betont, dass für eine nachhaltige Entwicklung der Bioökonomie im Land Brandenburg eine dauerhafte Unterstützung und Begleitung der mit dem Anbau und der Verwertung nachwachsender Rohstoffe befassten Akteure erforderlich ist.

Format
Presse
Jahr der Veröffentlichung
2024
Ort der Veröffentlichung
Finsterwalde
Autoren
Dr. Michael Haubold-Rosar, Dr. Stefan Lukas, Daniel Willeke

Anbieter

Forschungsinstitut für Bergbaufolge­landschaften e.V.
Brauhausweg 2
03238 Finsterwalde
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