Herstellung

Hanf wird zunehmend als nachhaltige, biologisch abbaubare und ressourcenschonende Alternative für Dämmstoffe genutzt. Aus den Stängeln werden nach der Röste mechanisch durch Brechen und Walzen Fasern und Schäben gewonnen. Die Hanffasern können zu Dämmmatten oder -platten verarbeitet oder als Stopfdämmung werden. Für die verholzten Schäben kommt neben fest verpressten Platten auch eine Verwendung als Schüttdämmstoffe infrage.

Anforderungen

Dämmstoffe aus Hanf müssen verschiedenen Anforderungen genügen, um effizient und nachhaltig in der Bauindustrie eingesetzt werden zu können.

  • Wärmedämmung: Hanfdämmstoffe sollen den Wärmeverlust minimieren und dadurch den Energieverbrauch in Gebäuden senken.
  • Schallschutz: Neben der Wärmedämmung bieten Hanfdämmstoffe auch einen ausgezeichneten Schallschutz, was besonders in Mehrfamilienhäusern von Vorteil ist.
  • Brandschutz: Dämmstoffe aus Hanf gehören nach DIN 4102-1 der Baustoffklasse B2 (normal entflammbar) an. Sie erfüllen damit die Mindestanforderungen, um im Gebäudebau oder bei der Gebäudesanierung eingesetzt werden zu können.
  • Feuchtigkeitsregulierung: Ein weiterer Vorteil von Hanfdämmstoffen ist die Fähigkeit, durch die offenporige Zellstruktur der schimmelresistenten Fasern Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben zu können.
  • Nachhaltigkeit: Die Herstellung von Hanfdämmstoffen sollte ohne den Zusatz von Chemikalien erfolgen.

Produkte

Es gibt verschiedene Produkte, die aus Hanffasern und -schäben hergestellt werden. Zu den bekanntesten gehören:

  • Hanf-Stopfwolle: Besteht meist zu über 95 % aus losen Hanffasern und wird z.B. als Fugenfüllung zwischen Balken und Wänden oder zum Verfüllen von Hohlräumen an Fenstern und Türen zur Vorbeugung von Kondenswasserschäden genutzt.
  • Dämmmatten aus Hanf eignen sich im Rahmen der Dachdämmung zur Zwischen- und Untersparrendämmung, können aber auch bei der Innendämmung sowie für hinterlüftete Vorhangfassaden genutzt werden.
  • Eine Schüttdämmung aus Hanfschäben kommt für Fußböden und Decken infrage.

Hanfdämmstoffe bieten neben einer hervorragenden Thermoisolation und Schallschutz auch Feuchtigkeitsregulierung, was zu einer energieeffizienten und komfortablen Gebäudeumgebung führt. Sie sind zudem nicht toxisch und allergikerfreundlich. Insgesamt tragen Hanfdämmstoffe zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks, zur Förderung einer ökologischen Bauweise und zur Schonung begrenzter natürlicher Ressourcen bei.

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