Entwicklung von holzbasierten Spritzgusswerkzeugen für die Kleinserienfertigung – Kleinholz

Das Spritzgießen zählt zu den zentralen Verfahren der Kunststoffverarbeitung. Die Entwicklung und Herstellung der hierfür erforderlichen Formwerkzeuge ist jedoch – abhängig von der Komplexität des Formteils sowie den Anforderungen an Bauteil und Prozess – mit hohen Kosten verbunden. Insbesondere bei geringen Stückzahlen verliert das Verfahren dadurch zunehmend an Wirtschaftlichkeit.

Vor diesem Hintergrund wurde im Rahmen des Forschungsprojekts „Kleinholz – Entwicklung von holzbasierten Spritzgusswerkzeugen für die Kleinserienfertigung“ untersucht, inwieweit Holz als Werkstoff für Formwerkzeuge eine wirtschaftliche Alternative zu kostenintensivem und aufwendig zu bearbeitendem Werkzeugstahl darstellen kann. Zu diesem Zweck wurden mehrere Formwerkzeuge aus unterschiedlichen Holzwerkstoffen mit variierender Geometrie gefertigt und im Spritzgussverfahren mit verschiedenen Thermoplasten erprobt.

Die hergestellten Spritzlinge wurden anschließend hinsichtlich Maßhaltigkeit, mechanischer Festigkeit und Oberflächenhärte untersucht. Darüber hinaus erfolgte eine Bewertung der Formbeständigkeit sowie der Abriebfestigkeit der eingesetzten Holzformwerkzeuge. Auf dieser Basis konnten Rückschlüsse zur Übertragbarkeit und Anpassung etablierter Gestaltungs- und Prozessrichtlinien gezogen werden.

Die Ergebnisse zeigten, dass möglichst homogene und verdichtete Holzwerkstoffe – wie beispielsweise Kunstharzpressholz – nativem Vollholz in Bezug auf Formbeständigkeit und Standfestigkeit deutlich überlegen sind. Die gefertigten Spritzlinge wiesen gute Materialeigenschaften auf und entsprachen weitgehend den in der Literatur beschriebenen Kennwerten der jeweiligen Thermoplaste.

Im Rahmen des Projekts konnte somit nachgewiesen werden, dass Formwerkzeuge aus ausgewählten Holzwerkstoffen unter geeigneten Prozessbedingungen für den Spritzguss im Rahmen von Kleinserien durchaus geeignet sind. Die erzielbaren Kostenvorteile gegenüber Werkzeugstahl ergeben sich dabei insbesondere aus den geringeren Materialkosten sowie der einfacheren Bearbeitbarkeit der Holzwerkstoffe, die zudem mit einem reduzierten Werkzeugverschleiß einhergeht.

Foto: Leo Munier

Format
Projekt
Laufzeit
01.06.2023 - 30.11.2025
Partner
Nibera Kunststoff GmbH, WESIE Sieber GmbH & Co. KG, Technische Universität Dortmund, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde
Förderer
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, ZIM – Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand, AiF Projekt GmbH
Projektbearbeiter
Rohstoff

DBFZ Jahrestagung 2026

Die DBFZ Jahrestagung 2026 – das zentrale Forum des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) für den Austausch zu Biomasse, Bioenergie und einer klimaneutralen, biobasierten Zukunft – findet am 8. und 9. September 2026 in Leipzig statt. Unter dem Leitthema „Biomasse 2045 – Kreisläufe gestalten für eine klimaneutrale Zukunft“ richtet sich die Veranstaltung an Fachleute aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Praxis, die gemeinsam aktuelle Forschungsergebnisse, technologische Entwicklungen und politische Perspektiven diskutieren wollen.

Im Mittelpunkt stehen Fragen danach, welche biogenen Kohlenstoffquellen in Zukunft verfügbar sein werden und wie sie strategisch genutzt werden können, wie Biomasse Industrieprozesse mit erneuerbarem Kohlenstoff versorgen kann, welchen Beitrag sie in einem vollständig erneuerbaren Energiesystem leisten kann, wie biobasierte negative Emissionen zum Klimaschutz beitragen und wie regionale Wertschöpfungsnetzwerke die Versorgungssicherheit und Resilienz ländlicher Räume stärken.

Format
Tagung
Veranstaltungsdatum
08.09.2026 | 10:00 - 09.09.2026 | 18:00
Veranstaltungsort
Torgauer Straße 116
04347 Leipzig
teilnehmen

Anbieter

DBFZ Deutsches Biomasseforschungs­zentrum gemeinnützige GmbH
Torgauer Straße 116
04347 Leipzig

DAFA Workshop „Landwirtschaft auf dem Weg zum klimaneutralen Deutschland (?)“

Merken Sie sich den 20. und 21. April 2026 für einen wichtigen Workshop der Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA) vor: Unter dem Titel „Landwirtschaft auf dem Weg zum klimaneutralen Deutschland (?)“ trifft sich die Fachöffentlichkeit in Berlin (Tagungswerk, Lindenstraße 85, 10969 Berlin), um gemeinsam Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten für die Landwirtschaft im Kontext der deutschen Klimaneutralitätsziele zu diskutieren.

Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden und darin spielt die Reduktion und Kompensation von Treibhausgas-Emissionen in der Landwirtschaft eine zentrale Rolle; der Workshop zielt darauf ab, Wirksamkeit, Implementierung und Skalierung von Maßnahmen zur Emissionsminderung in der Praxis zu beleuchten und Wege zu identifizieren, wie diese auf breite Regionen und möglichst ganz Deutschland übertragen werden können.

Themen des Workshops umfassen mehrere fachliche Session-Blöcke rund um zentrale Herausforderungen für klimaneutrale Landwirtschaft: von Minderungsoptionen für Methanemissionen in der Tierhaltung über Effizienzsteigerung und Emissionsreduktion im Pflanzenbau bis hin zu Potenzialen für Kohlenstoffbindung im Boden sowie Implementierung von Klimaschutzmaßnahmen in der betrieblichen Praxis, Treibhausgas- und nationales THG-Monitoring und Szenarien für ein klimaneutrales Deutschland unter Einbezug landwirtschaftlicher Landnutzung und Ernährungsprozesse.

Für den Workshop können bis zum 31. Januar 2026 Abstracts zu Beiträgen in ausgewählten Bereichen eingereicht werden; die Anmeldung zur Teilnahme ist vom 1. bis 31. März 2026 möglich, und es wird ein Teilnahmebeitrag erhoben.

Format
Präsentation
Veranstaltungsdatum
20.04.2026 | 13:00 - 21.04.2026 | 13:00
Veranstaltungsort
Lindenstraße 85
10969 Berlin
Kosten
100 €
teilnehmen

Anbieter

Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA)
Bundesallee 50
38116 Braunschweig
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2. Internationales Holzbau-Symposium

Merken Sie sich bereits jetzt einen wichtigen Termin der Holzbauszene vor: Das 2. Internationale Holzbau-Symposium findet am Mittwoch, 29. April 2026, in Berlin-Mitte statt. Nach dem erfolgreichen Debüt des ersten Symposiums im Frühjahr 2025 wird die Veranstaltung 2026 erneut als hochkarätiger Treffpunkt von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik rund um den Holzbau ausgerichtet.

Neben dem fachlichen Austausch am Vormittag mit Vorträgen und Diskussionen zur Rolle des Holzbaus bei Klimaschutz, Wertschöpfung und Bauwende ist für den Nachmittag ein Holzbau-Gipfel geplant, bei dem Vertreterinnen und Vertreter aus Bund und Ländern ihre Perspektiven zur klimapositiven Wirtschaftspolitik und den notwendigen regulatorischen Rahmenbedingungen für den Holzbau vorstellen und gemeinsam diskutieren.

Das Symposium richtet sich an Fachleute aus Forschung, Planung, Baupraxis, Politik und Industrie. Ein ausführliches Programm wird zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.

Veranstaltet wird das 2. Internationale Holzbau-Symposium von der Fördergesellschaft Holzbau und Ausbau im Auftrag von Holzbau Deutschland, dem Holzbau Deutschland Institut und Bauhaus Erde – weitere Details folgen, sobald das Programm steht.

Format
Tagung
Veranstaltungsdatum
29.04.2026 | 09:00 - 29.04.2026 | 18:00
Veranstaltungsort
Friedrichstraße 180
10117 Berlin
Rohstoff
teilnehmen

Anbieter

Fördergesellschaft Holzbau und Ausbau mbH
Kronenstraße 55 - 58
10117 Berlin
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Auftakt Praxisnetzwerk Walnussanbau

Das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) lädt am Dienstag, 27. Januar 2026, von 08:30 bis 14:30 Uhr herzlich zum Auftakt des Praxisnetzwerks Walnussanbau Sachsen ein – die Veranstaltung findet bei der Osterland Agrar GmbH, Schäfereiweg 7, 04654 Frohburg statt.

Trotz steigender Marktnachfrage und grundsätzlich guter Anbaubedingungen spielt der Walnussanbau in Sachsen bislang nur eine Nischenrolle. Viele Landwirtinnen und Landwirte stellen sich daher die Frage, wie die Walnuss als Sonderkultur in den eigenen Betrieb integriert werden kann, welche Sorten zum jeweiligen Standort passen und wie eine erfolgreiche Vermarktung aussehen könnte.

Ziel der Auftaktveranstaltung ist es, den Erfahrungsaustausch, die gegenseitige Unterstützung und die Vernetzung aktiver und interessierter Walnussproduzent:innen zu fördern. An diesem Tag werden in vier Vorträgen die wichtigsten Aspekte des Walnussanbaus beleuchtet, bevor im Anschluss eine Besichtigung einer nahegelegenen Walnussanlage auf dem Programm steht, um praxisnahe Einblicke zu vermitteln.

Die Veranstaltung richtet sich an Voll- und Nebenerwerbslandwirt:innen sowie Land- und Waldbesitzer:innen, die am Anbau und an der Kultur der Walnuss interessiert sind.

Da die Teilnehmerzahl auf 40 Personen begrenzt ist, wird um rechtzeitige Anmeldung gebeten; der Anmeldezeitraum läuft vom 12.12.2025 bis 18.01.2026.

Format
Weiterbildung
Veranstaltungsdatum
27.01.2026 | 08:30 - 27.01.2026 | 14:30
Veranstaltungsort
Schäfereiweg 7
04654 Frohburg
Rohstoff
teilnehmen

Anbieter

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
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Beiträge zur Walnuss (LWF Wissen 60)

Das Themenheft „Beiträge zur Walnuss“ der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft bündelt wissenschaftliche, praxisnahe und kulturgeschichtliche Beiträge rund um die Walnuss (Juglans regia). Ausgehend von ihrer Systematik, Morphologie und Verbreitung wird die jahrtausendealte Kulturgeschichte der Walnuss nachgezeichnet und ihre Ausbreitung in Europa im Spannungsfeld von Klimaentwicklung und menschlicher Nutzung beleuchtet. Weitere Beiträge widmen sich gärtnerischen und forstlichen Aspekten, der Vermehrung und Sortenwahl, dem Wachstum verschiedener Nussbaumarten sowie der Nutzung der Walnuss zur Wertholzproduktion. Ergänzt wird dies durch Darstellungen zu Pilzen und Insekten an der Walnuss, zu den Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten des Holzes, zu handwerklichen Perspektiven aus Sicht eines Schreiners sowie zur Bedeutung der Walnuss für Pharmazie und Medizin. Kulturhistorische Texte, literarische Beiträge und kurze naturkundliche Beobachtungen runden das Heft ab. Die Broschüre entstand im Kontext einer gemeinsamen Fachtagung der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft und der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau und bietet eine fundierte, interdisziplinäre Gesamtschau zur ökologischen, ökonomischen und kulturellen Bedeutung der Walnuss.

Format
Artikel
Jahr der Veröffentlichung
2008
Ort der Veröffentlichung
Freising
Autoren
Alexandra Wauer, Olaf Schmidt
Herausgeber
Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF)
Rohstoff
Anwendungsbereich

Anbieter

Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF)
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Grüne Woche 2026

Die Internationale Grüne Woche 2026 feiert vom 16. bis 25. Januar 2026 ihr 100-jähriges Bestehen und verwandelt das Berliner Messegelände rund um den Funkturm wieder in das weltweit größte Forum für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau. Auf insgesamt zehn Messetage verteilt erwartet die Jubiläumsausgabe laut Messe Berlin rund 300.000 bis 400.000 Besucherinnen und Besucher sowie über 1.000 Aussteller aus über 50 Ländern, die neueste Trends von Street-Food über Vertical Farming bis Agri-Tech präsentieren.

Einen besonderen Akzent setzt 2026 das Partnerland Mecklenburg-Vorpommern, das sich anlässlich des eigenen 25-jährigen Hallenjubiläums als Schaufenster für regionale Genüsse, nachhaltigen Tourismus und innovative Agrar­unternehmen in Halle 5.2b inszeniert und erstmals auch den festlichen Auftakt der Messe gestalten darf.

Die Jubiläums-Grüne-Woche selbst ist in bewährte Themenwelten gegliedert – darunter die Blumenhalle, die Markthalle, „grünerleben“ für nachhaltigen Lifestyle, der ErlebnisBauernhof, die World-Tour sowie der neue young generation hub für Berufsorientierung und Schulprogramme.

 

Highlights im Jubiläumsjahr 2026

  • 100 Jahre Grüne Woche: Sonderausstellung zur Messegeschichte von 1926 bis heute in Halle 26a und Jubiläumsprogramm auf mehreren Bühnen
  • Startup-Days & Regional-Star-Award: Innovationsplattformen für junge Unternehmen und zukunftsweisende Produkte
  • ErlebnisBauernhof mit Live-Vorführungen moderner Agrartechnik und Dialogformaten zwischen Landwirten, Forschung und Verbrauchern
  • Blumenhalle & Gartenwelt: florale Inszenierungen, Urban-Gardening-Ideen und Trends für Haus & Hof
  • „Grünerleben“-Segment: Nachhaltige Ernährungskonzepte, Recycling-Design und Zero-Waste-Tipps zum Mitmachen

 

Mit ihrem Jubiläumsmotto „Geschmack der Welt unter dem Berliner Funkturm“ bietet die Grüne Woche 2026 nicht nur ein breites Fach- und Genussprogramm, sondern zelebriert zugleich ein Jahrhundert Ernährungskultur, technischen Fortschritt und internationale Kooperation auf dem Weg zu einer nachhaltigen Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Format
Messe
Veranstaltungsdatum
16.01.2026 | 10:00 - 25.01.2026 | 18:00
Veranstaltungsort
Messedamm 22
14055 Berlin
teilnehmen

Anbieter

Messe Berlin GmbH
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36. Bernburger Winterseminar Arznei- und Gewürzpflanzen

Vom 17. bis 18. Februar 2026 veranstalten der Verein SALUPLANTA e. V., die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt (LLG) und die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) das 36. Bernburger Winterseminar „Arznei- und Gewürzpflanzen“ in der Mensa der Hochschule Anhalt in Bernburg-Strenzfeld.

Die Tagung widmet sich aktuellen Marktentwicklungen, regulatorischen Neuerungen und praxisnahen Forschungsergebnissen rund um Arznei-, Gewürz- und Spezialkulturen. Das Programm eröffnet mit dem Blick auf Markttrends bei Phytopharmaka und Nahrungsergänzungsmitteln sowie den Auswirkungen der novellierten GACP-Richtlinie.

Ein besonderer Schwerpunkt gilt dem Hanf: Themen reichen vom Anbau von Medizinalcannabis über das Potenzial weniger bekannter Cannabinoide bis zu Hanf als Baustoff für Post-Braunkohle-Regionen.

Mit dem Iran als Gastland erweitert die Konferenz den Horizont um internationale Entwicklungspläne und neue Nutzpflanzen der Gattung Allium.
Weitere Beiträge stellen Strategien zur Reduktion des Estragolgehalts durch moderne Züchtung vor und werfen am zweiten Tag einen praxisnahen Blick auf Pflanzenschutz, Spot-Spraying-Technik, Laser-Hackverfahren sowie auf Ginseng und andere Kosmetikrohstoffe.

Anmeldungen sind online möglich, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Fragen beantwortet das Organisationsteam unter info@saluplanta.de oder telefonisch unter 03473-801126.

Format
Weiterbildung
Veranstaltungsdatum
17.02.2026 | 10:00 - 18.02.2026 | 14:15
Veranstaltungsort
Strenzfelder Allee 20
06406 Bernburg-Strenzfeld
Kosten
170 €
teilnehmen

Anbieter

SALUPLANTA e.V.
Aue 182
06449 OT Groß Schierstedt
Akteur kontaktieren

Verfahren und maschinentechnische Lösungen für eine thermo-mechanische Fasergewinnung aus Paludibiomasse zur Herstellung von innovativen Fasergussformteilen (PalFaForm)

Im Projekt PalFaForm wird eine innovative Prozesskette zur Herstellung von Faserformteilen aus Biomasse entwickelt, die auf wiedervernässten Niedermoorstandorten in der Landwirtschaft gewonnen wird.

Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung des thermomechanischen Aufschlusses mittels Doppelschneckenextruder, um auch teilweise stark verholzte Biomasse effizient zu verarbeiten. Ziel ist es, Fasergemische mit einem definierten Partikelgrößenspektrum zu erzeugen, die als qualitativ hochwertiger Rohstoff für die industrielle Produktion von Faserformteilen geeignet sind. Das Projekt wird gemeinsam mit einem Partner aus der Verpackungsindustrie umgesetzt.

Am ATB liegen die Schwerpunkte auf Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Faserextraktion und -aufbereitung, zur Prozessmodellierung sowie auf der Entwicklung landwirtschaftlicher Prozesslinien zur ganzjährigen Bereitstellung des Rohstoffs.

Foto: Carsten Lühr (ATB)

Format
Projekt
Laufzeit
01.08.2023 - 31.07.2026
Partner
Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB), Papacks GmbH
Förderer
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF)
Projektbearbeiter
Rohstoff
Anwendungsbereich
Gartenbau & Landwirtschaft, Faserformteile

Produktion von Weiden in Agroforstsystemen als Rohstoff für Weidenholzfäden und Salizylate (SALIX AFS)

Im Modell- und Demonstrationsvorhaben SALIX AFS werden Erkenntnisse aus der Weidenzüchtung, dem Weidenanbau in Agroforstsystemen, der Optimierung landwirtschaftlicher Prozessketten – von der Ernte über die Trocknung bis zur Aufbereitung der Weidenruten – und ihre anschließende Verwertung erstmals gebündelt. Die Verwertung umfasst die Gewinnung von Salicylaten aus der Weidenrinde sowie die Verarbeitung geschälter Weidenruten zu einem endlosen Massivholzfaden, der sich für die industrielle Weiterverarbeitung zu textilen Strukturen für Anwendungen im Bauwesen, Produktdesign und Fahrzeugbau eignet. Die gesamte Prozesskette wird sowohl betriebswirtschaftlich als auch im Rahmen einer Lebenszyklusanalyse untersucht und bewertet.

Der Anbau wird auf etwa 11 ha an vier Standorten mit unterschiedlichen Boden- und Klimabedingungen modellhaft umgesetzt. Über mehrere Erntezyklen werden Wachstum und Ertrag der Agroforstsysteme untersucht. Der Anbau umfasst 14 verschiedene, von der Dendroquant GmbH gezüchtete Weidenstrauchtypen, deren geerntete Ruten umfangreich untersucht und bewertet werden, um den geeignetsten Typ für die Salicylatgewinnung und die Weiterverarbeitung zu Weidenholzfäden zu finden. Für die industrielle Herstellung der endlosen Weidenholzfäden in großer Menge und großer Geschwindigkeit wird von der Heinrich Kuper GmbH eine Anlage entwickelt. Die Weidenholzfäden werden im industriellen Weben und Flechten erprobt und schließlich als Weidenholztextilien in Anwendungen überführt, die zusammen mit Industriepartnern entworfen und prototypisch umgesetzt werden.

Das transdisziplinäre Vorhaben vom Feld bis zur Anwendung stärkt die Schnittstelle zwischen Forschung und Praxis. Die Partner erarbeiten konkrete und anwendungsnahe Lösungen, die als übertragbares Modell für weitere Standorte dienen können.

Die gewonnenen Ergebnisse und Erfahrungen werden in wissenschaftlichen Publikationen und auf Fachtagungen sowie für die breite Öffentlichkeit über soziale Medien und Ausstellungen zugänglich gemacht. Die kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit stellt eine transparente Darstellung des Vorhabens sicher und unterstützt die aktive Beratung aller beteiligten Akteure entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Praxisnahe Erkenntnisse werden zudem über das breit aufgestellte Netzwerk der Projektpartner verbreitet.

Fotos: baukunsterfinden

Format
Projekt
Laufzeit
01.10.2024 - 30.09.2027
Partner
Universität Kassel: Forschungsplattform Bau Kunst Erfinden, Fachgebiet Ökologischer Land- und Pflanzenbau, Fachgebiet Betriebswirtschaft, Fachgebiet Trennende und Fügende Fertigungsverfahren, Hochschule Hof: Institut für Materialwissenschaften (ifm), Leibniz-Institut für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB), Dendroquant GmbH, Heinrich Kuper GmbH
Förderer
Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR), Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
Projektbearbeiter
Rohstoff
Agroforst, Holz, Weiden, Strauchweiden
Anwendungsbereich
Gartenbau & Landwirtschaft, Gesundheit & Kosmetik, Holztechnik, Textiltechnik, Architektur, Produktdesign, Fahrzeugbau, Medizin

Adaptives Waldressourcen-Management für eine zukunftsfähige Holzwirtschaft in der Region Brandenburg-Berlin (ADAPT-Wald-Holz)

Im Projekt ADAPT-Wald-Holz wird am Beispiel der Waldkiefer ein flexibles Wald-Holz-Managementsystem für die Region Berlin-Brandenburg entwickelt. Ziel ist der Aufbau einer ökosystemverträglichen und ressourcenschonenden regionalen Wertschöpfungskette, die von der nachhaltigen Waldbewirtschaftung über die Bereitstellung des Rohstoffs Holz bis hin zu dessen Verarbeitung reicht. In einem transdisziplinären Innovationsforum werden gemeinsam mit Praxisakteuren relevante Forschungsfragen identifiziert, bearbeitet und die Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Wälder schützen und Kiefernholz nachhaltig nutzen

Der Schutz der Wälder sowie ihre notwendige Anpassung an die Folgen des Klimawandels zählen zu den zentralen Aufgaben eines ganzheitlichen Klimaschutzes. Eine wichtige Rolle spielt dabei die langfristige Bindung von Kohlenstoff durch eine verstärkte und verlängerte stoffliche Nutzung von Holz. Aufgrund ihrer historisch gewachsenen, stark kieferngeprägten Waldbestände ist die Region Brandenburg-Berlin in besonderem Maße von den Auswirkungen des Klimawandels und den zunehmenden Extremwetterereignissen der vergangenen Jahre betroffen. Angesichts rückläufiger Nadelholzvorräte bei gleichzeitig wachsendem Holzbedarf gewinnt in der Projektregion die enge Verknüpfung eines anpassungsfähigen Waldmanagements mit einer effizienten stofflichen Holznutzung erheblich an Bedeutung.

Im Verbundprojekt ADAPT-Wald-Holz wird deshalb ein transdisziplinär angelegtes Waldreallabor etabliert, in dem die Auswirkungen unterschiedlicher Bewirtschaftungsansätze auf zentrale Ökosystemleistungen untersucht werden. Dazu zählen insbesondere die Holzbereitstellung, die Kohlenstoffspeicherung als Beitrag zum Klimaschutz sowie die Sicherung von Grund- und Trinkwasser. Durch eine bedarfsgerechte und kundenspezifische Bereitstellung von Kiefernholz soll die regionale Wertschöpfung im Holzbau gestärkt werden. Neue Einsatzmöglichkeiten für regionale Holzprodukte, die Weiterentwicklung bestehender Normen im konstruktiven Holzbau sowie ein intensiver interdisziplinärer Austausch zwischen Forstwirtschaft, Materialwissenschaft, Design, Architektur und Bauingenieurwesen schaffen die Grundlage für eine höhere Holzbauquote in der Region Brandenburg-Berlin.

Der Nachwuchs schafft Innovationen

Die Innovationsgruppe, die sich aus wissenschaftlichen Nachwuchskräften zusammensetzt, wird räumlich gebündelt und als agiles, transdisziplinäres Forschungsteam organisiert. Ziel ist die Entwicklung von Instrumenten, die es der Wald- und Holzwirtschaft ermöglichen, sich entlang der gesamten Wertschöpfungskette wirksam an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Dadurch entstehen neue Formen der Zusammenarbeit sowohl innerhalb des Projektverbunds als auch mit den Praxispartnern.

Die Forschungsumgebung des Waldreallabors in Kombination mit der räumlich konzentrierten Innovationsgruppe fördert enge Synergien zwischen den Akteuren der Wald- und Holzforschung in Brandenburg. Diese bilden die Basis für eine nachhaltige Verstetigung der Forschungsgruppe sowie für weiterführende, langfristig angelegte Forschungs- und Transferaktivitäten.

Foto: Ferréol Berendt (HNEE)

Format
Projekt
Laufzeit
01.02.2023 - 31.07.2028
Partner
Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE), Landesbetrieb Forst Brandenburg, Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, Zentrum für Agrarlandschaftsforschung e.V. (ZALF), Thünen-Institut
Förderer
Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen der REGULUS-Richtlinie „Regionale Innovationsgruppen für eine klimaschützende Wald- und Holzwirtschaft“
Rohstoff

Klimarobuste Agrargehölze für Agroforstsysteme in dürregefährdeten Regionen

Im Rahmen des dreijährigen Forschungsprojekts wird untersucht, wie Gehölze trotz zunehmender klimatischer Extreme erfolgreich in Agroforstsystemen etabliert werden können. Ziel ist es, bestehende Wissenslücken zu klimaangepassten Baumarten bzw. -sorten sowie zu praxistauglichen Pflanzqualitäten durch gezielte Feldversuche zu schließen.

Die Studien sollen dazu beitragen, Strategien für eine dauerhafte Pflanzengesundheit und verlässliche Wachstumsraten zu entwickeln, um den Bedarf an Nachpflanzungen in Agroforstsystemen deutlich zu reduzieren. Die gewonnenen Erkenntnisse werden Expertinnen und landwirtschaftlichen Praktikerinnen bereitgestellt, sodass künftig eine risikominimierte und erfolgreiche Anlage von Agroforstsystemen unterstützt wird.

Foto: Leonie Steinherr

Format
Projekt
Laufzeit
01.03.2025 - 29.02.2028
Partner
Deutscher Fachverband für Agroforstwirtschaft e.V., Walnusmeisterei Böllersen, Land für Morgen, Resilia, Sonnengut, Baumschule Kastanienkultur, Biohof Kepos
Förderer
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Projektbearbeiter
Rohstoff
Anwendungsbereich
Werbeagentur Dresden Werbeagentur Dresdenbetreut von der |Feuerpanda GmbH |Design & Technik || www.feuerpanda.de